Model- oder Moppel-Maße? Anna zählt Punkte

Seit einigen Wochen bin ich wieder bei den Weight Watchers angemeldet und zähle fleißig Punkte, um den Babyspeck final loszuwerden. Da sich das Thema Schwangerschaft nach unserem dritten Kind für mich nun erledigt hat, nutze ich die überschaubare Phase der Stillzeit, um wieder ein bisschen in Form zu kommen. Ich hatte immer eher Moppel-Maße als Model-Maße, möchte mich aber einfach in meinem Körper wohl fühlen, mit meinen Jungs einen aktiven Alltag genießen und dabei trotzdem lecker und gesund essen. Seit Anfang März sind schon über 8 kg runter und das Körpergefühl ein ganz anderes als vorher!

Weg mit dem Babyspeck – Annas Erfolgsrezept gegen überflüssige Pfunde nach der Schwangerschaft:

Punkte zählen

Ich habe mich in den ersten Lebensmonaten meiner Kinder immer gewundert, warum ich nicht schneller abnehme. Irgendwie hatte ich immer die völlig falsche Vorstellung, dass ich ja eigentlich gar nicht so viel esse. Nach der Schwangerschaft wieder zum Normalmaß zurückzukehren, muss man wohl tatsächlich lernen… Denn immer wenn ich mich dann wieder bei den Weight Watchers angemeldet hatte, habe ich erst mal gemerkt, was ich tagsüber oft unbewusst zu mir nehme. Das Aufschreiben der verzehrten Lebensmittel hilft wirklich ungemein dabei, ein Gefühl dafür zu bekommen, was dem eigenen Körper gut tut und was nicht (Abends vor dem Fernseher zu naschen ist zum Beispiel mein persönliches Waterloo). Das Punktebudget einzuhalten fällt gerade in der Stillzeit überhaupt nicht schwer, weil man dafür einen ordentlichen Bonus bekommt, mit dem man quasi gar nicht merkt, dass man eine Diät macht. Ich sehe Weight Watchers auch schon gar nicht mehr als Diät an, sondern habe mit diesem Konzept wirklich gelernt, meine Ernährung umzustellen. Klar darf es auch mal eine Sahnesoße sein, aber ich koche seit Jahren nicht mehr mit Vollfett-Sahne, sondern nur noch mit fettreduzierten Produkten. Dazu demnächst wieder mehr beim MITKOCH-MITTWOCH…

2x pro Woche 30 bis 60 Min. Ausdauersport

Zu dieser Jahreszeit fällt es doch gar nicht schwer, draußen aktiv zu werden. Bei gutem Wetter ist meine favorisierte Sportart Walking mit dem Kinderwagen und bestenfalls gleichgesinnten Mamis, mit denen man beim Laufen auch noch das eine oder andere Quätschchen halten kann. Da vergeht die Zeit wie im Flug und eh man sich versieht, hat man ganz nebenbei 8 km strammen Schrittes zurückgelegt. Wenn man das Baby im Fahrradanhänger oder Fahrradkindersitz (erst sobald es sicher sitzt!) mitnimmt, kann man auch hervorragend zügige Touren auf dem Fahrrad als Fitnessprogramm nutzen. Für schlechtes Wetter oder Tage, an denen man nur abends überhaupt zum Sporteln kommt, habe ich mir einen Crosstrainer zugelegt. Dieses Gerät ist wirklich perfekt für Mamas, weil man es nutzen kann, sobald die Kinder schlafen: Babyphon an, iPod mit flotter Musik auf die Ohren und loslaufen! Die Vorteile des Zuhause-Sportelns liegen auf der Hand: kein Umziehen in miefigen Fitnessstudio-Umkleiden, keine nervige Rückfahrt und womöglich noch Parkplatzsuche vor der Haustür. Nach dem Duschen geht es – je nach Uhrzeit – direkt auf die Couch oder ins Bett.

Rückbildungsgymnastik (und danach die Übungen regelmäßig zu Hause wiederholen!)

Ja, diesen Kurs sollte man unbedingt belegen, auch wenn man 1000 Ausreden findet, dass es gerade jetzt so gar nicht passt. Lasst Eurem Beckenboden diese Belohnung zukommen, um nach der Schwangerschaft auch wieder richtig in Form zu kommen. Gerade das langsame Herantasten an das, was früher irgendwann mal ein Sixpack werden sollte, ist so wichtig. Bevor die geraden Bauchmuskeln trainiert werden dürfen, müssen erst mal die seitlichen wieder gestärkt werden. Holt Euch dazu unbedingt fachkundige Unterstützung bei Eurer Hebamme, die einen solchen Kurs bestimmt anbietet oder einen guten Anbieter empfehlen kann. Aus eigener Erfahrung kann ich nur dazu raten, kein Rückbildungsschwimmen zu buchen. Im Wasser ist der Beckenboden viel schwieriger zu trainieren als „an Land“, deshalb sind die Gymnastik-Kurse auf der Matte weitaus effektiver. Kurse, die man tagsüber zusammen mit dem Baby besucht, haben den Charme, dass man keinen Babysitter benötigt, aber so richtig konzentrieren können sich die wenigsten, wenn von 6-8 teilnehmenden Mamas immer mindestens eine ihr Kind füttert, in den Schlaf schuckelt oder anderweitig bespaßt. Den Luxus eines freien Abends, an dem man etwas für seinen Körper tut, darf man sich also ruhig gönnen. In den Monaten zuvor hat dieser Körper ja schließlich Höchstleistungen vollbracht!
Allen, die noch mit sich hadern, kann ich nur empfehlen: Packt es an und wartet nicht noch länger, wenn Ihr Euch in Eurem Körper unwohl fühlt! Es geht nicht darum, für andere toll auszusehen oder irgendjemandem etwas beweisen zu müssen. Ihr macht das für Euch! Euer Körper ist das Kraftwerk, das Euch im Alltag die notwendige Energie liefert. Wenn mit kleinen Kindern zum Beispiel in der Abteilung Nachtschlaf nicht wirklich zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden, dann müssen andere Bereiche wie Bewegung und Ernährung umso stärker einspringen, um das Ganze am Laufen zu halten.

Glück auf, Anna Emscher

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